Stefan Schwartze (MdB), Christian Dahm (MdL) und Christian Obrok (MdL) informieren sich über Mädchenfußball, Holzverarbeitung und die Wiederaufforstung im Wiehengebirge
Am dritten Tag ihrer gemeinsamen Sommertour durch den Kreis Herford waren der SPD-Bundestagsabgeordnete Stefan Schwartze und die SPD-Landtagsabgeordneten Christian Dahm und Christian Obrok mit dem Fahrrad in Bünde und Rödinghausen unterwegs. Nach Stationen in Bünde, unter anderem am neuen Jugend- und Sportpark, beim Wasserstoff-Pilotprojekt der EWB und beim Arbeitskleidungshersteller FHB, führte die Route am Nachmittag in unsere Gemeinde.
Mädchenfußball wächst
Erste Station war der Frauen- und Mädchenfußball der M&SG Holsen-Bünde-Bruchmühlen. Angefangen hat alles Anfang 2024 mit neun Mädchen und einem Hallenturnier. Heute gibt es eine vereinsübergreifende Spielgemeinschaft mit eigenem Frauenteam. Sven-Eric Adam, Vorsitzender des TuS Bruchmühlen, und Koordinator Malte Rompf machten im Gespräch deutlich, dass der Mädchen- und Frauenfußball gezielte und langfristig angelegte Strukturen braucht.
Handwerk zwischen Geschichte und Digitalisierung
Bei Landwehr Holzverarbeitung führte Geschäftsführer Frank Landwehr die Gäste durch die Produktion. Im Mittelpunkt standen die Suche nach Auszubildenden, die zunehmende Digitalisierung und die Frage, welche Rolle Künstliche Intelligenz künftig in der Produktions- und Lagerplanung spielen kann. Das firmeneigene „Holzmuseum“ mit Maschinen und Werkzeugen aus mehreren Jahrzehnten Tischlerei und Holzverarbeitung zeigte zudem, wie sich das Handwerk entwickelt hat.
Neuer Mischwald im Wiehengebirge
Zum Abschluss ging es hinauf ins Wiehengebirge. Mit Vertreterinnen und Vertretern der Forstverwaltung sprachen die Abgeordneten darüber, wie sich der Wald nach Trockenheit, Sturm und Borkenkäferbefall verändert. Auf einer der besuchten Flächen wurden fast 14.000 Bäume neu gepflanzt, davon 82 Prozent Laub- und 18 Prozent Nadelholz. So soll ein widerstandsfähigerer Mischwald entstehen. Die Gemeinde Rödinghausen hat die Aufforstung über vier Jahre mit jährlich 20.000 Euro unterstützt.
Der Tag zeigte, wie viele Menschen in Rödinghausen ihre Vereine, Betriebe und ihre Gemeinde mit neuen Ideen weiterentwickeln.